Sie sind hier: Aktuelles » Achtung Autofahrer: Jetzt kommen Warnweste und Pflasterset
Achtung Autofahrer: Jetzt kommen Warnweste und Pflasterset Drucken

Wer mit dem Auto Richtung Österreich, Italien oder Frankreich in den Urlaub fährt, hat sie sowieso schon eingepackt: Die Warnweste. Mit dem 1. Juli 2014 gibt es auch bei uns in Deutschland eine allgemeine Warnwestenpflicht. In jedem Auto, LKW und Bus muss mindestens eine Weste bereit liegen. Unsere Erste-Hilfe-Ausbilder erklären, was Sie jetzt wissen müssen.

„Wir empfehlen nicht nur eine Warnweste pro Auto, wie es der Gesetzgeber fordert. Am besten fährt man, wenn im Notfall alle Beteiligten eine Warnweste tragen können“, erklärt Andrea Amador und ergänzt: „In Italien gibt es diese Tragepflicht für alle Fahrzeuginsassen, die das Auto bei einem Unfall verlassen.“

Nur wer in Deutschland regelmäßig im Geschäftswagen Beifahrer an Bord hat, muss auch für diese eine Warnweste vorhalten. Eine Verpflichtung zum Tragen besteht allerdings nicht. „Wenn die Polizei jemanden erwischt, der keine Warnweste im Auto mitführt, kann sie ein Verwarngeld in Höhe von 15 Euro verlangen“, verrät Ausbilder Stefan Pieper. Motorradfahrer sind von der Warnwestenpflicht auch weiterhin ausgenommen.

Damit die Weste schnell erreichbar ist, sollte sie in der Nähe des Fahrersitzes platziert werden. Sie über den Stuhl zu hängen, empfehlen unsere Experten nicht: „Erstens kann dadurch die Leuchtfarbe ausbleichen und zweitens kann die Weste so Airbags, die im Sitz integriert sind, behindern. Das beeinträchtigt die Sicherheit für den Autofahrer. Am besten eignen sich das Handschuhfach, Taschen auf der Rückseite der Vordersitze oder das Seitenfach in der Türe“, verrät Stefan Pieper.

Die Weste muss die Europäische Norm EN 471 erfüllen. In leuchtrot oder leuchtgelb fällt man mit ihr im Straßenverkehr, gerade bei Dämmerung, am besten auf. In der Nacht reflektieren die Leuchtstreifen das Scheinwerferlicht und sorgen so für eine bessere Sichtbarkeit. Aber nicht nur die Westenpflicht ist neu.

Was die wenigsten wissen ist, dass sich schon seit Anfang des Jahres etwas im Verbandkasten geändert hat. Der „Wundschnellverband“ ist raus und wurde durch ein 14-teiliges Pflasterset ersetzt. „Man muss sich deswegen aber keinen neuen Verbandkasten kaufen. Beides erfüllt den gleichen Zweck. Nur sind die unterschiedlich großen Pflaster leichter in der Anwendung und eben moderner“, freut sich Erste-Hilfe-Ausbilder Andreas Berndt. Er rät allerdings dazu, regelmäßig zu überprüfen ob der Verbandkasten noch aktuell ist: „Das Haltbarkeitsdatum für die sterilen Produkte, wie Kompressen oder Verbandpäckchen, kann ablaufen – dann müssen sie ersetzt werden.“

In einem solchen Fall empfiehlt der Erste-Hilfe-Experte jetzt den Kauf eines neuen Verbandkastens nach DIN 13164. Dieser beinhaltet zudem Hautreinigungstücher, mit denen man unverletzte Hautpartien säubern kann, und ein etwas kleineres Verbandpäckchen speziell für Kinder. Wichtig beim Kauf ist: Auf das Ablaufdatum schauen! „Es gibt Hersteller, deren Verbandkästen laufen bereits nach fünf Jahren ab, andere wiederum halten länger und können dadurch sogar langfristig billiger sein“, verrät Andreas Berndt.

 

 

Bereitschaftsausflug

Am Samstag, den 03. Oktober 2017, ins Rot-Kreuz-Museum nach Nürnberg.

Fortbildungsabend

Am Dienstag, den 17. Oktober 2017, ab 19:30 Uhr im Gersthofer Rot-Kreuz-Haus, Daimlerstraße 1, im Schulungsraum 1. OG. Das Thema lautet "Verhalten bei Sanitätswachdiensten". Referent: Andrea Amador. Interessierte sind herzlich willkommen.

Kontakt

Bayerisches Rotes Kreuz
Kreisverband Augsburg-Land
Bereitschaft Gersthofen

Daimlerstraße 1

Tel.: 0821 / 900 10
Fax: 03222 / 9986566

info@brk-gersthofen.de