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Wir sind die großen Erste-Hilfe-Muffel Drucken

Der 13. September ist internationaler Tag der Ersten Hilfe.

15 Minuten, dann ist nach dem Alarm ein Rettungswagen vor Ort. Und das sogar in ländlichen Gebieten. In kaum einem anderen Land haben wir ein so gut funktionierendes Rettungswesen, wie in Deutschland. In kaum einem anderen Land leisten die Menschen aber so schlecht und so wenig Erste-Hilfe, wie bei uns.

Gerademal 15 Prozent der Menschen, die hierzulande mit einem plötzlichen Herztod zusammenbrechen, werden von den Umstehenden wiederbelebt. In anderen Ländern ist die Zahl deutlich höher. Studien in den USA sprechen dort sogar von bis zu 50 Prozent. Eine Forschergruppe von Notfallmedizinern der Berliner Charité macht jetzt die Ausbildung der Menschen in „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“ verantwortlich. Zu wenig wird in den Kursen Wert auf die Herzdruckmassage gelegt. Dabei ist diese für das Überleben so entscheidend.

Auch der Einsatz von Defibrillatoren wird sehr stiefmütterlich behandelt.

„Es ist kinderleicht“, betont Erste-Hilfe Ausbilder Andreas Berndt vom Roten-Kreuz in Gersthofen und kann nur immer wieder versuchen Mit zu machen. „Mit einem Defibrillator kann man absolut nichts falsch machen – das Gerät löst nur dann einen Elektroschock aus, wenn es auch sein muss. Zudem gibt diese Kiste genaue Anweisungen, was zu tun ist“, erklärt der Rettungssanitäter vom Roten Kreuz in Gersthofen weiter.

Mehrfach hat es Andreas Berndt in seinen Kursen ausprobiert und den Teilnehmern beim Erste-Hilfe-Training einfach mal einen Defibrillator gegeben, ohne etwas zu erklären. „Es hat zum Teil etwas gedauert, aber alle sind damit zurecht gekommen“, freut er sich. Allerdings bleibt den Ersthelfern die Herz-Lungen-Wiederbelebung auch mit einem „Defi“, wie der Elektroschocker kurz heißt, nicht erspart. 30x drücken und 2x beatmen. Lernen kann man es ganz einfach in den Erste-Hilfe-Kursen beim Roten Kreuz.

Aber nicht überall sieht es schlecht bestellt um die Erste-Hilfe aus. Viele Firmen verfügen wegen ihrer Größe über eigene Betriebs-Ersthelfer, die alle zwei Jahre zur einem Training müssen. "Hier wird in Notfällen meist sehr gut geholfen. Da sieht man, dass sich die Auffrischungen bezahlt machen", freut sich Andreas Berndt. Übrigens: Viele Betriebe suchen Ersthelfer. Die Kosten für die Ausbildung werden von den Berufsgenossenschaften übernommen. Wenn Sie Interesse haben, fragen Sie doch mal in Ihrem Unternehmen nach.

 

Fortbildungsabend

Am Dienstag, den 19. Dezember 2017, ab 19:30 Uhr im Gersthofer Rot-Kreuz-Haus, Daimlerstraße 1, im Schulungsraum 1. OG. Das Thema lautet "'Frühdefibrillation - mit praktischen Übungen". Referent: Lorenz Dollinger. Interessierte sind herzlich willkommen.

Kontakt

Bayerisches Rotes Kreuz
Kreisverband Augsburg-Land
Bereitschaft Gersthofen

Daimlerstraße 1

Tel.: 0821 / 900 10
Fax: 03222 / 9986566

info@brk-gersthofen.de