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BRK Gersthofen bereitet sich für den Ernstfall vor Drucken

20180403_2010095 Mitglieder unserer Bereitschaft haben sich am 03.04.2018 4,5 Stunden lang der REBEL Schulung unterzogen. REBEL bedeute nicht, dass sie jetzt ausgebildete Kämpfer sind, sondern REBEL steht für RettungsdienstEinsätze bei Besonderen EinsatzLagen. Kurz gesagt das richtige Verhalten bei Terror- oder Amoklagen. Leider hat die Vergangenheit gezeigt dass solche Schulungen nötig sind.

Die „Standardsanitätsausbildung“ zeigt zwar den Umgang mit einzelnen Verletzten oder „normale“ Verletzungen, die bei Veranstaltungen oder im Alltag entstehen, jedoch nicht wie man bei einem Terrorfall umgeht, wo es einen Massenanfall an Verletzten gibt und auch Verletzungen vorkommen, mit denen eine Bereitschaft eigentlich nicht in Kontakt kommen sollte. Der Ausbilder Michael Happernagl verglich die Situationen wie wir sie in München, Ansbach oder Berlin gesehen haben mit Kriegsverletzungen. Statistiken zeigten auch, dass ein Terrorangriff 22% mehr Verletzungen mit sich bringt, als ein Kriegsgefecht, da die Betroffenen auf so einen Anschlag nicht vorbereitet sind und auch nicht korrekt ausgerüstet sind.20180403_201340 
Die Ausbildung war getrennt in einen Theorie- und einen Praxisteil. Im Theorieteil wurden die möglichen Verletzungen und das korrekte Vorgehen besprochen. Im Praxisteil konnte dann mit der Ausrüstung, die vor allem aus dem Militär stammt geübt werden. Der Ausbilder betonte jedoch, dass in einer REBEL Lage, das Material relativ frei wählbar ist. Ob eine Verletzung nun wirklich mit einem Tourniquet oder einfach einem Gürtel abgebunden wird, ist in einem Katastrophenfall relativ egal. Beim Bombenanschlag vom Boston beispielsweise kamen die meisten am Krankenhaus ohne Gürtel an, da diese zum Abbinden verwendet wurden.
 An 4 Stationen wurden in Kleingruppen mit dem speziellen Material der REBEL-Sets geübt, die mittlerweile auf allen Rettungswagen vorhanden sind. Entgegen der bisherigen Lehre wird in solchen Situationen auch das Abbinden wieder empfohlen, dazu gibt es extra Material die sogenannten Tourniquets, die das Abbinden erleichtern, auch wenn es schmerzhaft war, übten unsere Mitglieder das an sich gegenseitig. Besonders interessant war auch das Verarzten von großen Wunden, wie Schussverletzungen.20180403_202416
Die beiden taktischen Leiter Wolfgang Gielnik und Marcus Nuglisch nahmen auch an der Schulung teil und hoffen, dass sie von ihrem Wissen nie bei einer Veranstaltung in Gersthofen nie Gebrauch machen müssen. Die Beiden, die in ihrer Funktion für das Planen der Sanitätsdienste zuständig sind, konnten sich einige Erkenntnisse und Tipps für große Veranstaltungen holen und werden das für die kommenden Sanitätsdienste berücksichtigen.
Für den Ernstfall ist die Bereitschaft jetzt vorbereitet und wird noch das ein oder andere zusätzliche Material für so einen Fall besorgen. Auch in den kommenden Wochen werden noch weitere Mitglieder der Bereitschaft an der Schulung teilnehmen. Alle hoffen jedoch, dass keiner von uns das Wissen jemals anwenden muss.

 

Fortbildungsabend

Am Dienstag, den 19. Juni 2018, ab 19:30 Uhr im Rot-Kreuz-Haus Gersthofen, Daimlerstraße 1, im Schulungsraum 1. OG statt. Thema "Drogenkonsum und seine Folgen - Wer kann mir helfen?". Referent ist Uwe Schmidt, Drogenhilfe Schwaben. Interessierte sind herzlich willkommen.

Fortbildungsabend

Am Dienstag, den 3. Juli 2018, ab 19:30 Uhr im Gersthofer Rot-Kreuz-Haus, Daimlerstraße 1, im Schulungsraum 1. OG. Das Thema ist "Asthma". Referent: Dr. Hans-Peter Wald. Interessierte sind herzlich willkommen.

Kontakt

Bayerisches Rotes Kreuz
Kreisverband Augsburg-Land
Bereitschaft Gersthofen

Daimlerstraße 1

Tel.: 0821 / 900 10
Fax: 03222 / 9986566

info@brk-gersthofen.de